Neuer Computer, neuer Monitor und das Farbmanagment

Nun habe ich schon einen ganzen Monat kein update geschrieben. Mein schöner alter   iMac wird zunehmend langsamer und so macht das Arbeiten daran einfach keinen Spass mehr. Ich bin die vergangenen Tage viel durchs Netz gesurft um geeigneten Ersatz zu beschaffen.

Erste Voraussetzung für den Neuen ist ein Monitor der den RGB Farbraum darstellen kann und darüber hinaus Hardware kalibrierbar ist. Ein neuer iMac fällt wegen diesem Kriterium aus – leider! Zur Erklärung:

Wie viel Farbe ein Ausgabegerät wie ein Monitor, ein Drucker, ein Beamer oder ein anderes Gerät darstellen kann beschreibt der Farbraum. Farbräume gibt es viele, Referenz für die Bildbearbeitung sind Adobe RGB und Adobe sRGB. S(mall)RGB ist der kleinere Farbraum. Die Farben sind hier etwas komprimierter, es kann weniger Farbe dargestellt werden. Deshalb sind die Farbverläufe nicht so fein abgestuft. Beispiel: Ein blauer Himmel in RGB zeigt noch verschiedene Blautöne da wo im sRGB bereits alles einheitlich blau wieder gegeben wird.  Dennoch reicht dieser Farbraum für viele Druckdienstleister und für das Web sowieso. Welchen der beiden man benutzt ist eine Religion für sich. Ich persönlich bevorzuge RGB. Mein bisheriger Monitor kann diesen zwar nicht darstellen, ich hatte aber stets im Hinterkopf einen besseren Monitor zu kaufen und kann dann meine alten Fotos in diesem grossen Farbraum anschauen und bearbeiten.

Kommen wir noch einmal zum iMac. Der erste Kritikpunkt ist das spiegelnde Display. Das geht gar nicht für eine seriöse Bildbearbeitung weil es die real angezeigten Farben aufpusht und sich dann auch noch das Umfeld darin spiegelt. Davon abgesehen kann ein neuer iMac wie alle anderen Consumer Modelle den sRGB Farbraum im Neuzustand gerade mal so wiedergeben. Das wäre ja noch in Ordnung, immerhin kann man einen Monitor mit einem geeigneten Gerät, wie das von mir genutzte iColor Display von Quato kalibrieren. Die Farben werden nach einer solchen Kalibrierung farbecht wieder gegeben, so zumindest die Vorstellung. Doch weit gefehlt. Beim Kalibrieren werden an nicht hardware kalibrierbaren Monitoren die Einstellungen an der Grafikkarte vorgenommen.  Bei günstigen Bildschirme die nicht einmal den sRGB Farbraum zu 100 % wiedergeben können wird der Farbraum noch weiter beschnitten. Durch den Alterungsprozess verschlimmert sich die Situation um einen weiteren Faktor. Für das Betrachten der Fotos zuhause mag das ok sein. Spätestens beim drucken (lassen) oder projizieren entstehen nicht kontrollierbare Farb- und Helligkeitsabweichungen.

An einem Hardware kalibrierbaren Monitor greift die Kalibiersoftware direkt in die Elektronik des Monitors ein. Ein solchermaßen einstellbarer Monitor zeigt auch nach jahrelangem Gebrauch die Farben wie sie sein sollen.

Ein Monitor alleine tut es ja nicht, deshalb habe ich mich auch über die neuesten Modelle bei Mac und PC schlau gemacht. Auf den ersten Blick erscheint ein PC um einiges günstiger und auch die Software hat mit Windows 7 vieles (aber nicht alles) von dem was einen Mac so anwendungsfreundlich macht. Schaut man sich die Angebote genauer an und liest entsprechende Erfahrungsberichte, dann erscheint mir der Mac als die bessere Wahl. Ein Mac ist für mich bedienungsfreundlicher. Er ist von hoher Qualität und nur unwesentlich teurer wenn man ähnliche Qualität und Basissoftware beim PC voraussetzt. Für gewöhnlich ist der Mac zuverlässiger und ich finde es beruhigend dass man bei Apple zumindest bis heute ohne Antivirenprogramm auskommt. Leider ist auch ein Mac nicht perfekt. Z.B. verzichtet man beim neuen Mac Mini den ich mir kaufen möchte auf einen CD/DVD Brenner. Apple’s Zukunft (und wahrscheinlich nicht nur die) findet ohne Wechseldatenträger statt. Alle Speichervorgänge und alle Verbindungen mit der Peripherie passieren möglichst drahtlos oder per Hi-Speed Thunderbolt Kabel.

 http://de.wikipedia.org/wiki/Thunderbolt_(Schnittstelle)

Neben dem wirklichen Nutzen steckt natürlich eine (weitere) clevere Geschäftsidee dahinter. Apple’s Marktwert steigt mit jedem iTunes download, nicht aber mit einer gekauften CD/DVD.

Welchen Monitor und welchen Mac für meine Bedürfnisse am besten zugeschnitten ist werden diese Woche hoffentlich ein paar Beratungsgespräche ergeben…

Nicht vergessen ab und zu meine Fotos bei flickr anzuschauen 🙂

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