Gute Fotografie – Teil I

Je mehr ich mich mit der Fotografie beschäftige, umso mehr zieht sie mich in ihren Bann. Fotografie hat so unglaublich viele  Facetten. Es gibt unzählige Stilrichtungen und immer wieder finde ich Fotografen die mich in Ihrer „Art“  total beeindrucken. Manche wegen ihrer technischen Perfektion, andere wegen ihrer Kreativität und dann die paar wenigen bei denen beide Eigenschaften ineinander verschmelzen.

Bei derartig grossem Interesse versteht es sich von selbst dass ich an meiner eigenen Fotografie arbeite um bessere Bilder hervor zu bringen. Als einer der gerade einmal an  den untersten Stufen der Fortgeschrittenenleiter steht möchte ich ein wenig darüber  schreiben wie ich die Fotografie sehe und was ich mir in der Zukunft von ihr erwarte.

Fangen wir also mit dem Werkzeug, dem Fotoapparat an.

Mit Fotoapparaten ist es gleich wie mit anderen Meisterwerken der Ingenieurskunst, wie z.B. einem Motorrad, einem Sportwagen oder einer Highend HiFi Anlage,  sie faszinieren den Technikfreak und haben Suchtfaktor.  Im gleichen Atemzug wo ich das schreibe kommt mir auch der Gedanke dass Fotoapparate Teufelszeug sind. Sich von der Technik eines solchen Knipskastens führen und verführen zu lassen und als Liebhaber immer wieder den Drang zu verspüren neues Gerät anzuschaffen hat etwas dämonisch Süsses. Wer sich darauf einlässt läuft Gefahr mehr Sammler und Jäger als Fotograf zu sein.

Wessen Ziel es ist  gute Fotografien zu erstellen, der muss natürlich für seine Art der Fotografie entsprechend ausgerüstet sein und er muss sein Material aus dem Effeff kennen, doch  er darf nicht dem Material Fetischismus erliegen. Wer ständig Testberichte in sich hinein saugt immer wieder neue, vermeintlich bessere Kameras kauft, der hat zuviel Ablenkung vom Wesentlichen. Analoge Kameras mögen da noch einiges verzeihen. Immerhin sind die meisten Analogen im Vergleich zu den heutigen Pixelboliden ziemlich rudimentär aufgebaut und fordern per se eine bedachte Fotografie.

Nicht dass diese mit einer modernen Digitalen nicht möglich sei, doch die Gefahr der Fremdbestimmung per Automatikfunktion ist riesengross. Allzu leicht lässt man sich von der perfekten Bildqualität einer modernen Kamera in den Irrglauben versetzen man sei ein guter Fotograf. Doch was bitteschön hat ein korrekt belichtetes überknackscharfes Foto mit guter Fotografie zu tun?

Soviel vorweg, ob digital oder analog spielt nur soweit eine Rolle wie der Fotografierende ihr beimisst. Der Look eines Fotos ist je nach Aufnahmemedium verschieden, doch das heisst nicht dass das eine besser ist als das andere, nur verschieden. Ich persönlich finde beide Aufnahmemedien mit ihren jeweiligen Vor-und Nachteilen interessant und werde auch in Zukunft je nach Motiv oder nach Lust und Laune auswählen. Wichtig ist das Bild das entsteht, auf welche Art und Weise auch immer.

Gute Fotografie? Was bitteschön ist das? – In  Teil II mache ich mich auf die Suche nach einer für mich gültigen Antwort.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Gute Fotografie – Teil I

  1. Da lese ich gute Philosophie:-) Gebe dir vollkommen Recht, vor lauter Berichte lesen, testen und Neues kaufen, viele Fotografen haben gar keine Zeit mehr zum Fotografieren. Wünsche dir viel Spass auf der Entdeckungsreise.

    LG Thee

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s