Negative zurück :-(

Bei mir sind soeben die Negative vom Sonnenuntergang vor ein paar Tagen (https://lichtundleicht.wordpress.com/2013/04/02/auf-der-suche-nach-licht-form-und-struktur/) vom Labor zurück. Ich weiss jetzt weshalb Negative  „Negative“ heissen. Alle Fotos sind total unterbelichtet. Ich kann das nicht verstehen weil ich eigentlich eine 2/3 Blende überbelichtet hatte und bisher nie Probleme hatte. Die Belichtungszeiten hatte ich mit dem Spotbelichtungsmesser ermittelt. Die Zeiten waren fast identisch zu denen der Sony Nex5n.

Resultat:  ?????     😦   😦   😦

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15 Gedanken zu “Negative zurück :-(

  1. Mach dir nix draus…
    Aus Erfahrung kann ich nur sagen das gerade bei solch schwierigen Lichtverhältnissen man sich generell nicht auf Lichtmesser verlassen kann(zumindest nicht auf meinen).
    Da das Negativ gerade bei längen Belichtungszeiten eher träger wird.
    Hab so auch schon viel verhaut…

    Wenn ich mir mit meinem „Faustformelregelwerk“ in solchen Situationen unsicher bin mach ich meistens eine 3Bilder-Minibelichtungsreihe im 2Blendenabstand.

    Kopfhoch
    Lg Peter

    • Hallo Peter,
      ich habe jetzt endlich mal Zeit zum antworten. Der Frust ist soweit überwunden, doch mir bleibt es ein Rätsel was ich vergeigt habe. Am Belichtungsmesser sollte es nicht liegen. Der ist besser als der Fotograf. Eigentlich ist der Kodak Porta sehr tolerant. Ich muss total daneben gelegen haben, denn bei etwa 1/4 Sekunde braucht man bei dem Film noch nichts zu kompensieren. Ich gehe noch mal hin und mache eine grössere Belichtungsreihe + Notizen.
      LG, Gilles

  2. Oje, das hört sich nicht gut an. Kennen tue ich das leider auch und die Enttäuschung ist wirklich groß, wenn man die Negative in der Hand hält. Auch habe ich schon versucht, die falsch belichteten Aufnahmen doch noch in der Dunkelkammer zu retten oder irgendwie spannend zu gestalten, aber … klappt nicht immer. Peters Tipp ist sicher gut, muss ich auch mal ausprobieren.
    Dann auf ein Neues 😉

  3. Kann deine leichte Frustration verstehen. Oder wohl Entäuschung? Voller Vorfreude betrachtet man das Ergebnis, dann gehen die Mundwinkel nur noch nach unten. Du hast sicher reflektiert, ob wirklich alles genau eingestellt war. Mit der digitalen mache ich oft wie oben erwähnt, Belichtungsreihen. Das ist ja der Vorteil digital: später einfach den Button Delete drücken.
    Aber nicht aufgeben! Jetzt erst recht! der nächste Sonnenuntergang kommt bestimmt. LG Thee

    • Entäuschung 😦 Bin froh dass ich die Sony mit hatte. Da musste ich nicht ein einziges mal den Delete Button drücken. Die hat auf Anhieb richtig belichtet. Sollte ich vielleicht doch nur noch digital ….. (was für ein komischer Gedanke geht mir da durch den Kopf 🙂 )

  4. Kopf hoch, Gilles, das passiert jedem. Ich hab da auch schon viel verhauen…
    Ich mache mehrere Belichtungsreihen, auch wenn die Laborkosten anschließend etwas schmerzen, falls alles für die Tonne ist, habe ich aber immerhin noch den Lerneffekt. Beim nächsten Mal gehst du sicherlich anders an die Sache ran. Wenn ich mir die Bilder so anschaue, hm… die Belichtungsmessung meiner alten A1 hat so ihre Tücken. Bei solchen Situationen ziele ich auch schon mal zum Vergleich nur auf den dunkleren Acker, da kommen schon ganz andere Werte zu Tage. Meistens mache ich in solchen Situationen mind. 1-2 Blenden weiter auf, auch auf die Gefahr hin, das der Himmel etwas ausgefressen ist, dafür aber die Strukturen im Acker gut sichtbar sind. Das fällt mir jetzt so spontan dazu ein, ohne selber vor Ort gewesen zu sein. Apropos Ort, hier kommt jetzt dein Heimvorteil: geh nochmal hin, das Motiv ist klasse. Es ist ein Ort, wo es sich auch lohnt zu verschiedenen Lichtstimmungen öfters mal vorbei zu schauen.
    LG kiki

    • Danke Kiki,
      eigentlich hätte alles passen sollen. 1° Spotbelichtungsmessung auf die dunkelsten Bereiche und auf die hellsten, Mittelwert spukt der Sekonic aus. Der war fast identisch mit der Digitalen Sony. Trotzdem….
      Danke fürs aufmuntern. Ich gehe nochmal hin und mache eine grössere Belichtungsreihe.
      LG, Gilles

  5. gilles, 2/3 blende reicht nicht, die sonne ist ca.2-3 blenden heller als die umgebung…also hilft da nur eine mehrfachbelichtung…die grossen kameras haben da die..bracking taste..d.h. die kamera macht 4-6 fotos als belichtungsreihe , die man dann am computer zusammensetzen kann…alternativ im analogen : belichte 2 blenden über und entwickel den film selbst und zwar etwas kürzer als normal, dann ist er nicht so dicht…und dann am vergröserer mit abwedeln und nachbelichten das ganze negativ ausloten…das braucht eine weile….du bist da im grenzbereich der fotografie…je kleiner die kamera desto schlechter der kontrast den sie bewältigen kann, gute digital rückteile schaffen 11-13 blendenstufen zwischen hell und dunkel, fast so gut wie der grossformatfilm (4/5 inch z.b)

    • Danke Jürgen für die technischen Erläuterungen. Meine Vorgehensweise war folgende. Spotbelichtung 1° auf die dunkelsten und auf die hellsten Bereiche. Mittelwert gibt der Belichtungsmesser aus (wie schon geschrieben fast identisch mit der digitalen Sony). Um die Schattenpartien etwas aufzuhellen dachte ich mir 2/3 Blende würden ausreichen. Spielraum ist bei dem grossen Dynamikumfang des Films ja ausreichend da. Farbfilme selbst entwickeln will ich eigentlich nicht weil ich dann noch ein Gerät anschaffen muss um die Temperatur genau bei (so meine ich) 38 Grad zu halten. Aber das weisst Du ja von der guten alten Zeit. Die 20 Grad bei schwarz weiss sind leichter zu händeln.
      Ich werde einen neuen Versuch starten und jedes Detail doppelt kontrollieren und Notizen machen.
      Herzlichen Dank,
      Gilles

  6. hallo gilles,
    also der portra 160 war der film, richtig ?, den kannst du per se schon mal eine blende dichter belichten weil der eigentlich keine 160asa hat, zu dieser einen blende mehr(oder verschlusszeit) musst du dann noch die längere zeit hinzurechnen durch den extremen kontrastumfang, macht also ca.2-3 blenden zur mittennbetonten messung dazu…kennst du anselm adams zonensystem ?, der hat mal für die grossformat ein belichtungssystem sich überlegt, einfach genial…du überlegst dir welcher punkt gerade noch zeichnung haben sollst und misst diesen an, das ist dann der dunkelste refernzpunkt, alles andere darunter wird schwarz, von diesem punkt an suchst du die hellste stelle mit gerade noch zeichnung….jetzt hast du 2 messwerte, sowie schwarz und weiss, und dann berücksichtige noch die eigenschaften deines filmes…kinderleicht 🙂 und ich übe das seit 20 jahren immer noch….der portra selbst ist übrigends gar nicht so auf kontrast eingestellt, eher auf weiche hauttöne und sanfte stimmungen,wenn du statt dem film einen guten diafilm nimmst kannst du unter den gleichen bedingungen nochmal 2-3 blendenstufen mehr rausholen, allerdings ist es dann schwerer dieses auf die vergrösserungen rüberzubringen…ich bin damals lieber beim negativfilm geblieben, etwas dichter entwickelt und habe die abzüge selbst entwickelt…in der schale bei 24grad….
    lieber gruss, jürgen

    • Sorry für die späte Antwort und noch einmal ein grosses Dankeschön für Deine Unterstützung. In schwarz weiss kenne ich das Zonensystem. Auch das mit der Belichtungsmessung ist mir klar, so meine ich zumindest mal :-). Filmempfindlichkeit ist ausgetestet und soweit das bei einem ganzen Rollfilm möglich ist passe ich die Entwicklungszeit an oder ich mache eine Standentwicklung. Da sind dann alle Tonwerte drin und das Negativ ist perfekt zum scannen.
      Mir war aber nicht klar dass ich mit dem Farbnegativfilm ähnlich arbeiten kann/sollte/muss. Eigentlich dachte ich wegen dem riesigen Dynamikumfang würde eine durchschnittliche Messung des Lichts ausreichen. Bei Diafilm mit seinen 5 Blenden hätte ich einen Grauverlauffilter drangesetzt und heller belichtet. Ich wollte aber eigentlich ein Foto mit grossem Belichtungsspielraum und natürlichen Farben haben, deshalb der Porta 160.
      Da freut es mich dass Du nach 20 Jahren Erfahrung auch noch immer am üben bist 🙂

      Viele Grüsse,
      Gilles

    • Vielen Dank für den link. Ich kenne die Seite und habe auch ein Praxisbuch von Fred Parker. Leider stehen sich Theorie und und der Praktizierende manchmal im Weg 🙂

      • Der Fotograf Ernst Haas war einer der Ersten, die von SW zur Farbfotografie wechselten, trotz der Komplexität der Farbprozesse sowie der Unzuverlässigkeit der Farben im Abzug. Daran hat sich bis heute fast nichts geändert, wenn man die gesamte Kette von der Belichtung bis zum gerahmten Foto betrachtet. Der einzige Vorteil gegenüber Film, besteht m.E. darin, das die RAW-Dateien (z.B. Adobe DNG) jederzeit erneut entwickelt und nachbearbeitet werden können, wenn man die Algorithmen erst einmal verstanden hat. Von Ernst Haas stammt auch diese Erkenntnis:

        „Farbe bedeutet nicht schwarzweiß plus Farbe. Genauso wenig wie schwarzweiß nur ein Bild ohne Farbe ist.“

        Das Genre „street photography“ setzt bewußt auf eine SW-Ästhetik … aber nicht alle Straßenszenen eignen sich als SW-Darstellung.

        Paul Outerbridge formulierte es so:

        „In Schwarzweiß deutet man an; in Farbe behauptet man.“

        Advantage DSLR – denn hier fällt die Entscheidung „Farbe oder SW“ nicht zwingend nur zur Aufnahmezeit (Wiederholbarkeit der RAW-Entwicklung) durch die Wahl des Films oder Bodies …

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