Schwarz weiss Workshop bei Rolf Walther

Vorigen Samstag habe ich an einem Workshop bei Rolf Walther teilgenommen und kann diesen wärmstens empfehlen. Bevor ich jetzt alle Details aufzähle füge ich lieber den entsprechenden Link ein:

http://www.walther-fineart.de/perfekteswdigitalkamera.htm

Für mich und die anderen 4 Teilnehmer war der Kurs unglaublich lehrreich. Rolf Walter versteht es in lockerer Atmosphäre ein komplexes Thema hervorragend zu erklären. Der Workshop ist sehr gut aufgebaut. Zuerst geht Rolf auf die Technik ein und erläutert anhand von Bildbeispielen welche Kameras/Sensoren empfehlenswert sind und wie man das Maximum heraus holt. Dann geht es an die Bildbearbeitung, vornehmlich in Photoshop. Rolf zeigt den Teilnehmern seinen persönlichen Workflow, dann setzt sich jeder einzeln oder zu zweit an einen Computer und bearbeitet eine eigene Datei. Unser Dozent beobachtet jeden und gibt Hilfestellung soweit wie das nötig ist. Danach nimmt er sich die einzelnen Dateien vor und zeigt was man hätte besser machen können und wie man das Auge des Betrachters besser durch das Bild führt.

Nach der Bearbeitung hat man die Möglichkeit einen Print auszudrucken. Dieser Print ist unter Normlicht absolut identisch mit dem Monitor. Die Ziellinie des Tages ist damit erreicht.

Jeder Teilnehmer erhält noch ein Schnellheft mit Screenshots und eine DVD (mit selbstgeschriebenen Scripts/Workflow und mehr).

Für mich und ich denke ich spreche da für alle Teilnehmer bot dieser Workshop mehr als eine Überraschung, sei es was die Kameratechnik betrifft oder aber die Bildbearbeitung die so ganz anders ist als das eigene „spielen“ mit den Reglern.  Ich versuche jetzt darauf aufzubauen und werde mit Sicherheit noch den einen oder andern Workshop buchen – gerne bei Rolf Walther.

Advertisements

23 Gedanken zu “Schwarz weiss Workshop bei Rolf Walther

  1. Hoi Gilles
    toll dass es dir so gut gefallen hat, du viel gelernt hast und einfach Spass hattest. Nun kommt ja Teil zwei wo du es umsetzen kannst. Die wird nicht minder spannend sein. Es ist doch toll wenn man wieder mit vielen Inputs unterwegs ist und Herausforderungen hat. Viel Spass mit b/w, hoffe du zeigst uns bald deine Umsetzung.
    Schönen Tag wünscht dir Thee

    • Danke Thee,
      ich sehe Du sprichst aus Erfahrung. Ich muss mich jetzt mal in Photoshop einarbeiten und stelle meine Ausrüstung in Frage. Es bleibt spannend ;-).
      LG und schönen Abend,
      Gilles

      • Die „Butter und Brot Funktionen“ für Fotografen, wie etwa
        ° Spot- u. Farbbereichs-Auswahlen
        ° Flächenschutz- und Luminanz-Masken
        ° Alpha- und Farbkanäle
        ° Ebenen, Transparenz, Deckkraft und Blendmodi
        ° Tonwert- und Gradationkurven
        ° sowie die „geniale“ Funktion <>
        bietet PS bereits ab der Version 7 vollständig an.

        Zur Konvertierung der RAW Files bietet sich die der DSLR beigefügte RAW-Converter-Software an, da diese – bestmöglich – die analogen Verzeichnungen und Randabschattungen der neu gerechneten Objektive – auf Wunsch – digital kompensiert. Auch der Weißabgleich einschließlich ETTR kann so in Ruhe am Rechner je Motiv jederzeit vorgenommen werden.

        Praktische Erfahrungen i.S. Filmentwicklung und Dunkelkammerarbeit erleichtern das Verständnis für eine Bildbearbeitung am Monitor – eine lange Einarbeitungszeit sollte man trotzdem ins Auge fassen …

        Viel Spaß beim „Photoshoppen“!

      • Die „Butter und Brot Funktionen“ für Fotografen, wie etwa
        ° Spot- u. Farbbereichs-Auswahlen
        ° Flächenschutz- und Luminanz-Masken
        ° Alpha- und Farbkanäle
        ° Ebenen, Transparenz, Deckkraft und Blendmodi
        ° Tonwert- und Gradationkurven
        ° sowie die „geniale“ Funktion Verblassen
        bietet PS bereits ab der Version 7 vollständig an.

        Zur Konvertierung der RAW Files bietet sich die der DSLR beigefügte RAW-Converter-Software an, da diese – bestmöglich – die analogen Verzeichnungen und Randabschattungen der neu gerechneten Objektive – auf Wunsch – digital kompensiert. Auch der Weißabgleich einschließlich ETTR kann so in Ruhe am Rechner je Motiv jederzeit vorgenommen werden.

        Praktische Erfahrungen i.S. Filmentwicklung und Dunkelkammerarbeit erleichtern das Verständnis für eine Bildbearbeitung am Monitor – eine lange Einarbeitungszeit sollte man trotzdem ins Auge fassen …

        Viel Spaß beim „Photoshoppen“!

  2. Ich will auch was sehen 😀 „Spielen mit den Reglern“ das hast Du schön ausgedrückt. Mehr kann ich nicht. Bildbearbeitung ist nicht mein Steckenpferd 😀 Ich bin da manchmal echt etwas hilflos 😀 Der Kurs wäre auch was für mich! Blöd, daß der ganz in Mainz ist.
    LG kiki

    • HI Kiki, das mit der Bildbearbeitung geht mir ja auch so. Ich habe mir jetzt Photoshop als Testversion herunter geladen und zusätzlich in Buch bestellt. Wenn ich alleine nicht weiterkomme dann mache ich wieder einen Workshop. Das hätte ich viel früher tun sollen. Ich dachte vorher Lightroom würde ausreichen für das was ich tue. Photoshop bietet dann doch bessere, präzisere Möglichkeiten. Ist halt blöd dass man nur noch mieten kann. Auf jeden Fall kann ich Dir anraten einen Kurs (bei wem auch immer) zu belegen. Alleine bleibt man hinter seinen Möglichkeiten.
      LG, Gilles

      • JOLOMIES Tipp:

        Photoshop für Fotografen,
        Günter Schuler, rororo,
        ISBN 3-499-61221-6

      • Du meinst wahrscheinlich Photoshop CC od. CS. Das ist mir im Moment noch zu heftig. Ich hab das Gefühl, zeitweise auch mit den Möglichkeiten von Lightroom völlig überfordert zu sein, bzw nutze ich wahrscheinlich nur einen kleinen Teil. Der Rest muß noch entdeckt werden. 😉
        LG kiki

  3. „… wer es analog nicht schafft, wird es digital auch nicht schaffen … wer es analog geschafft hat, braucht es digital nicht zu versuchen …“ [Perspektive Fine-Art, A.W.]

    • Ich sehe die Kernaussage mittlerweile differenzierter. Einerseits kann man die Aussage so deuten, dass derjenige der nicht den nötigen „Biss“ hat es so oder so nicht schaffen wird. Andererseits spielen die eigenen Vorlieben auch eine grosse Rolle.

      Technisch gesehen ist digital definitiv überlegen. Herr Walther hat uns am Anfang des Workshops zwei scheinbar identische, grosse Inkjet-Prints gezeigt, das eine Bild ist hybrid entstanden, also zuerst ein Scan vom Negativ, das andere digital. Da gibt es keinen Unterschied, weder was das Korn anbelangt, noch was die Plastizität anbelangt. Darüber hinaus kann man digital mehr aus einem Bild herausholen, es einfach besser machen. Herr Weidner arbeitet ja seit ein paar Jahren auch digital und seine Aussage ist mehr als 10 Jahre alt.

      Man kann natürlich aufführen dass ein Barytprint eine andere Wirkung hat. Ja das stimmt. Eine Geschmackssache! Besser ist der feine analoge Print dann doch nicht. Was die Haltbarkeit anbelangt übertrifft der digitale Print mittlerweile das Lebensalter vom analogen Fotopapier. Man muss das einfach akzeptieren. Und wer so puristisch ist dass er sagt, ein Barytprint ist ein Einzelstück, dem sage ich ja, aber nur in Nuancen. Denn ein Profi hat seinen Workflow so gut im Griff dass die Unterschiede oft nicht sichtbar sind und was hindert den Digitalfotografen daran eine fertig ausgearbeitete Datei zu Printen, dann die Bearbeitungsschritte zu löschen und wieder neu zu bearbeiten? Das ginge, macht dann aber in meinen Augen keinen Sinn.

      Nachtrag, ich habe diese Antwort im Nachhinein geändert, weil nicht alles richtig war was ich schrieb 😉

      • SW-Silbergelantinebarytpapierfotos unterscheiden sich sichtbar von Graustufenfotos mit schwarzen / grauen Pigmenttinten auf Ink Jet Fotopapieren!
        Aus ästhetischen Gründen und weil ich komplett mit analogem Equipment ausgestattet bin, verwende ich heute noch KB und MF Silberhalogenid SW-Filme (FP4+) für Ausbelichtungen auf kartonstarken Barytpapieren (ILFORD FB) …

        Für farbige Abzüge nutze ich eine CMOS DSLR (RAW Format), transformiere die Rohdaten zu 16 bit (je Kanal) TIFF’s und bereite die JPEG Vorlagen zum Laser miniLab Print auf Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme mittels einer PS-Aktion (Texturen, Luminanz, Lichter & Schatten abwedeln bzw. nachbelichten sowie ggf. einer „Selektiven Farbkorrektur“) im Format 20×30 cm (300 dpi) auf …

      • Ja, der Unterschied ist gut sichtbar, es ist einfach anders. Es hängt natürlich auch viel vom Papier ab. Ich finde die analoge Fotografie nach wie vor sehr reizvoll, bin aber auch überrascht wie gut die digitalen Prints rauskommen. „Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust“ :-).
        Fotografieren tue ich definitiv lieber mit der analogen Kamera, werde mir aber auch eine DSLR zulegen. Dunkelkammerarbeit mache ich in Zukunft nur noch digital weil ich mir selbst eingestehen muss dass ich lieber am Computer sitze als dass ich in der Dunkelkammer viel Zeit mit warten vor den Entwicklungsschalen verbringe.
        Im Grunde genommen ist das Wichtigste der Spass an der Sache, was auch immer die Präferenzen sind.

  4. Silver Gelatin Prints – Film or Digital

    Ilford Photo bietet dieses Verfahren bereits heute für Kunden in GB an. Zum Einsatz kommen dabei neue Barytpapiere für eine Ausbelichtung via Lambda oder Lightjets beispielsweise auf ILFORD GALERIE FB DIGITAL SILVER
    (http://ilfordphoto.com/products/product.asp?n=72&t=Photographic+Papers+Digital ).
    Als Vorlage dienen hier entweder SW-Fotos einer DSLR oder Trommelscans (Hasselblad) von SW-Silberhalogenid-Negativen – inklusive analoger Körnung etc. – beliebigen Formats, die am Rechner zum Print optimiert werden können.
    ILFORD LAB DIRECT hat hierzu ein Tutorial veröffentlicht:
    http://www.ilfordlab.com/page/79/Tutorial.htm
    In Hamburg soll es inzwischen einen Dienstleister geben, der digitale Dateien – von Digitalkameras oder Negativ-Scans via Laser auf Silbergelantine Barytpapieren ausbelichtet …

    • Dankeschön!
      Ich habe auch schon von der Möglichkeit gehört. In Deutschland gibt es meines Wissens 3 Labore (+ Hamburg?) bei denen man auch digitale Daten auf klassischem Barytpaoier ausblelichten lassen kann:

      http://polycolor.de
      http://www.vv8.de/produkte/professional-digitalfoto
      https://de.whitewall.com/fotolabor/foto-abzug (wurde zuerst für die Leica Monochrom angeboten, jetzt für jedermann)

      Ich denke ich werde das in nächster Zeit mal ausprobieren.
      Gruß, Gilles

      • Nach Auskunft eines Pigmentdruck Fachbetriebes soll die Fotocompany in Hamburg-Altona solche Belichtungen anbieten. Diesen Fachbetrieb für gewerbliche Fotografen, kann ich gut erreichen, um meine selbst entwickelten 6×6 SW-Negative professionel vor Ort scannen zu lassen. Für ausgewählte Motive im Format ab 30×30 cm zur Wandrahmung lohnt sich der finanzielle Aufwand bestimmt.

        Und je „perfekter“ die eingereichten Negativ ausfallen, desto weniger Bearbeitung der Scans, oder? Naja, ab Stativ mit der Hasselblad 500C/M (Bj.88) plus dem Zeiss Planar T* 2,8/80 stimmt schon mal der Ausschnitt und die Entwicklung des FP4+ in Perceptol (1+1) ergibt sehr differenzierte Tonwerte – dafür ist dann auch der Einsatz eines professionellen Trommelscanners gerechtfertigt …

      • Das hört sich alles interessant an. Heute Nachmittag ziehe ich mit der Bronica los. Als Film verwende ich entweder Fuji Acros oder Kodak Tri-x. Den Fuji bade ich für gewöhnlich in Caffenol (Standentwicklung 50′) und den Tri-x (belichtet auf ISO 200) in Kodak HC110 1+49 7’30“. Ich wässere alle Filme 2 Minuten vor.

  5. ILFORD PERCEPTOL ist ein echter Feinkornentwickler, dessen giftige Entwicklersubstanzen stark färbende Oxydationsprodukte generieren. Bei 40°C rührt man entsprechend vorsichtigt die beiden Pulverkomponenten zu einer Stammlösung von 1 Liter (früher 600 ml) ein. Meine KB-Dose fasst nur 250 ml, aber Perceptol 1+1 beansprucht mindestens 400 ml an Entwicklersubstanz. Daher kann ich meine KB-Filme nur in der Stammlösung (stock) baden. Meist nutze ich die frisch angesetzte und auf 20°C temparierte Stammlösung für die Einmalentwicklung eines KB- und MF Films wie folgt:

    Belichtung des Ilford FP4 Plus mit der Nennempfindlichkeit von ISO 125 / 22°

    Perceptol stock 12′ (10s/min)
    Rapid Fix 1+4 3′
    (archivfestes) Wässern (3×5 + 3×10 + 3×20)
    Netzmittel Ilfotol 1+200 30s (spart das Abstreifen der feuchten Negative)
    Trocknen ca. 2h bei Raumtemperatur

    FP4 Plus is robust and will give usable results even if it is overexposed by as much as six stops, or underexposed by two stops. (July 2010, HARMAN LTD)

    Die trockenen Negative archiviere ich – wie immer – ausschließlich in Pergamintaschen mit Ringbuchlochung zur Ablage in Büroordnern …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s