Villeroy & Boch II

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Auf der Suche nach Licht, Form und Struktur

Bei sich zuhause, respektiv in dem näheren Umfeld seine Fotomotive zu finden ist nicht immer leicht. Irgendwo fehlt einem die Spannung, das Neue,  weil man tagtäglich die gleichen Dinge sieht und sie deshalb nicht unbedingt als Motive erkennt. Ich träume immer davon die grossen Naturlandschaften unserer Erde zu fotografieren. Das geht soweit dass ich bei mir zuhause im Normalfall nichts vorfinde was mich direkt berührt. Etwas worauf ich den Drang verspürte dieses oder jenes unbedingt fotografieren zu wollen. Das heisst nicht dass die Region in der ich wohne nicht schön oder lebenswert wäre. Im Gegenteil, ich denke wer erstmals hierhin kommt dem wird es gut gefallen. Es ist einfach nur so dass es hier wenig Natur per se gibt. Alles ist urbanisiert oder  domestiziert. Das „was fotografieren?“ hat mir deswegen schon so manchen Frust eingebracht. Nun ist es aber so dass ich fotografieren will und mich auch verbessern will. Denn noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe deshalb meine Einstellung in Frage gestellt und auch geändert. Mir ist klar geworden dass wenn ich hier zuhause Motive finde, dann finde ich sie überall auf der Welt. Auch der sichere Umgang mit der (analogen) Kamera, der exakten Lichtmessung, und dem ganzen Pferdeschwanz der hinten dran hängt will gelernt und geübt sein.

Gestern Abend suchte ich eine Wiese auf an der ich fast tagtäglich vorbei fahre. Bis jetzt war es immer nur eine Wiese. Bei genauerem Hinschauen sind mir die geschwungenen Formen aufgefallen. Mir ist weiterhin aufgefallen dass die Richtung der Wiese von Ost nach West verläuft. Also optimal für ein typisches Sonnenauf- oder Untergangsfoto. Die Wiese wurde fast genau in der Ost West Richtung geschleppt so dass die Fluchtlinien passen. Da es keinen besonderen Blickfang im Vordergrund gibt der gebraucht wird um einem Bild Tiefe zu verleihen  wollte ich das Gras mit seiner spezifischen Struktur als ersten optischen Blickpunkt so stark wie möglich betonen.

Mein Ziel war es mit meiner Zenza Bronica, einer analogen Mittelformatkamera im 6 x 6 Format, all diese Aspekte zu berücksichtigen und das bestmögliche Resultat zu erzielen. Als Film wählte ich den Kodak Porta 160 der eigentlich für die Portraitfotografie entwickelt wurde um die Hauttöne so schön wie möglich wieder zu geben. Diesen Film kann man allerdings auch sehr gezielt (das sollte immer sein) in der Landschaftsfotografie einsetzen wenn man natürliche und sanfte Farbverläufe erzielen möchte.

Als Nebenprodukt sind auch einige Fotos mit meiner digitalen Sony Nex 5n entstanden. Die will ich erst einmal hier zeigen, sozusagen als making of. Die analogen Fotos reiche ich dann später nach. Ich will allerdings warten bis ich mehrere Filme zusammenhabe um diese dann im Fachlabor entwickeln zu lassen.

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